Die „Markus Hujo Band“ live im Lokalradiosender „Rockradio“ moderiert von Sam Kuhfuss

Hört sich riesig an – ist aber alles viel kleiner. Dieser Nachmittag verläuft „Anders als gedacht“, denn das Studio befindet sich in einem Friseursalon, der nach Geschäftsschluss  zum Sender umfunktioniert wird.

Die Bewohnerin in der darüber liegenden Wohnung war erkrankt und daher bat man, doch bitte „leise“ zu spielen. Hm – unsere Musik braucht schon einen gewissen Druck und eine Dynamik, die nun mal vom Schlagzeug kommt. Alle sind etwas angesäuert wegen der veränderten Sachlage und der Tatsache, dass wir die vorbereiteten Songs nicht so unters Volk bekommen, wie wir uns das überlegt hatten. Anstatt gerockt wird fast „unplugged“ gespielt.

Großes Kompliment an Daniel, der es mit Würde erträgt, nur zum Zuschauen verdammt zu sein. Sam gestaltet seine Sendung mit Songs unserer CD „Grüsse aus Hofheim“, Veranstaltungshinweisen und Songs anderer lokaler Bands. Zwischendurch spielen wir noch live im Studio
„Idomeni“,
„Landfraß“,
„Die normalen Tage“,
„Smartphone“
und erzählen von uns und dem was wir so machen.

Ich steuere noch die Geschichten und Hintergründe bei. Nächste Woche sind wir wieder „Zuhause“ dann wird wieder gerockt.

Kulturkneipe Saline am 20.10.2022

Was fĂĽr ein Abend. Anfänglich etwas skeptisch wegen des geringen Platzangebotes auf der BĂĽhne, entwickelte sich der Abend zu einem der schönsten Gigs, die ich bisher gespielt habe. Die Saline ist eine typische Kneipe, wie man sie aus den Siebzigern noch kennt und die vermutlich frĂĽher mal in Zigarettendunst erstickt ist. Ab 17:00 Uhr kommen bereits die ersten Gäste – nicht wegen uns, sondern um den ersten Appetit auf ein Feierabend- Bierchen zu stillen. Gegen 19:00 Uhr sind wir mit Aufbau und Soundcheck fertig und begeben uns dann in eine Pizzeria, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Diesen Aspekt möchte ich jetzt nicht weiter beleuchten, denn als Backstage und Vorbereitung auf ein Konzert taugt das Lokal nicht. Wir beginnen ĂĽblicherweise mit „Radio aus“  und „Reden ist Silber“. Ich habe ein gutes GefĂĽhl. Das Publikum geht von Anfang an mit und tanzt soweit das möglich ist. Bei den Ansagen hört es aufmerksam zu und applaudiert – offensichtlich nicht nur aus Anstand. Die Rocknummern “ Reinke am  Samstag“, „Coole Socke“ oder „Alles gesagt“ zĂĽnden mit Abstand am Besten. Das hatte sich aber auch schon bei Daniels Session im Juli abgezeichnet. Ebenso die Kneipen-Ballade „Anders als gedacht“ kommt gut an – so meine Wahrnehmung.

Die Songs „Echter FĂĽnfziger“ und „Ist es wichtig“ erfordern zwar eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Publikum, mein Eindruck ist jedoch, das es an den Themen interessiert ist.

Das Team der Kneipe bittet uns um eine kurze Pause, um den Hut herum gehen zu lassen. Hatte ich nicht erwartet aber wir nehmen das Angebot gerne an. Wir freuen uns sehr darĂĽber und setzen das Programm fort. Erstaunlicherweise hat das Publikum nach 2,5 Stunden immer noch nicht genug und fordert noch Zugaben ein.

Darauf waren wir jetzt nicht unbedingt vorbereitet und spielen noch mal drei Stücke aus dem Hauptprogramm. Das sagt uns unmissverständlich, das wir uns weitere Songs erarbeiten müssen, das Material dafür liegt schon bereit.

Den RĂĽckmeldungen nach dem Konzert konnte ich entnehmen, das wir auf dem richtigen Weg sind. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Publikum fĂĽr die wunderbare Atmosphäre und den netten Gastgebern, und daĂź wir in der Saline die Gelegenheit bekommen haben, zu spielen.

Fotos: Nancy Schmidt

Konzert in Darmstadt am 09.07.2022

Sommergrill-Geburtstagsfest bei Daniel im Garten. Beim Aufbau und dem Soundcheck war noch nicht abzusehen, dass der Himmel eine Viertelstunde vor geplantem Beginn seine Schleusen öffnen und der Wind es uns erschweren würde, die Instrumente und die Technik mit Decken und Planen zu schützen. Gegen 20:00 Uhr war der Spuk dann vorbei – nicht zu spät, um den Gästen unser Programm vorzustellen. Also die „Hardware“ trocknen, anschließen, die Instrumente nochmal stimmen und los ging´s.

Die Opener „Radio aus“ und „Reden ist Silber“ zĂĽnden gut. Bei „Smartphone“ fĂĽhlt sich jemand im Publikum direkt angesprochen und zeigt mir nach dem Auftritt sein „Nokia“. Somit wäre ein Aspekt, warum ich das ĂĽberhaupt mache, erfĂĽllt. Es geht ja darum, das Publikum zu erreichen, was uns an diesem Abend ein ums andere Mal gelingt. Bei „Reinke“ wird schon getanzt. Dass „Idomeni“ danach wie eine Vollbremsung wirkt, macht deutlich, dass hier die Reihenfolge ĂĽberhaupt nicht passt. OK – die Lektion haben wir gelernt. 

Bei „Leben auf dem Land“ und „Coole Socke“ wird wieder getanzt. Die Stimmung ist glänzend. Die Bandvorstellung habe ich in jeder Hinsicht verbaselt, das war gut gedacht und schlecht gemacht – sorry, Jungs. Klar, bei „Letzter Tanz“ wird geschwooft und gekĂĽsst. 

Eine sehr interessante Aufgabe haben wir uns selbst gestellt. Claudia Malsi wollte den Song „Für die Liebe“ von Berge singen, „evtl. mit Pianobegleitung oder so“… Eine Woche vorher haben wir uns das bei der Probe angehört und waren der Meinung, dass wir das in Komplett-Besetzung hinbekommen. Jeder hat sich zu Hause drauf vorbereitet und ohne das Stück gemeinsam geprobt zu haben, sind wir das beim Warmup zusammen angegangen. Claudia war zwar sehr aufgeregt, aber ich finde, das Projekt ist beim Publikum gut angekommen, uns hat´s Spaß gemacht. Wir werden bestimmt mal wieder was zusammen machen.

Bedanken möchten wir uns bei Nancy für die tollen Fotos, den Gastgebern Daniel und Martina, und dem Publikum, das trotz des ungemütlichen Wetters durchgehalten hat und sehr aufmerksam war.


Fotos: Nancy Schmidt

Anders als gedacht

Wie die Musik entstanden ist, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber die Textidee basiert auf einem Satz aus der Biographie von Keith Richards, der da sinngemäß lautet: „Im Blues geht’s doch immer nur darum, dass einem Typen die Olle weggelaufen ist“. Dies als Aufhänger und dass eine Ballade nicht immer nur Kitsch sein muss (dafür gibt’s doch genug Beispiele), verbunden mit einer Kneipenromantik, die es so nicht mehr gibt. Die Goldene-Krone in Darmstadt, wo wir im Oktober spielen, hat diese Romantik auf jeden Fall noch erlebt.

GrĂĽĂźe

Grüße entstand aus dem Gedanken heraus, welchen Menschen ich irgendwann mal begegnet bin, zu denen jedoch der Kontakt abgerissen ist, an die ich mich aber gerne erinnere. Es war verlockend, auch denen einen „mitzugeben“, an die ich mich nicht gerne erinnere, aber es sollte schließlich ein durchweg positiver Song sein, daher habe ich darauf verzichtet. Ich spiele ihn sehr gerne, weil ich diese Art von Shuffle-Musik mag.

Leben auf dem Land

Ich bin ja in einer GroĂźstadt geboren und aufgewachsen… Mit den Jahren hat sich mein Verhältnis zur Stadt und zu den Menschen in der Art verändert, dass mir das „Leben auf dem Land“ wichtiger geworden ist.

Die Betriebsamkeit einer Stadt ist mir suspekt geworden und wirkt eher beklemmend. Letztendlich bekommt man auf dem Land das, was man braucht. Und dazu zählen auch Produkte, für die man nicht weit fahren muss. Daniels Drumming gefällt mir ausgesprochen gut. Kann mir nicht vorstellen, dass wir diese Nummer irgendwann mal anders arrangieren.

Reinke am Samstag

Ohne diese Sendung wäre ein Leben ohne Radio mittlerweile durchaus vorstellbar. Überall läuft der gleiche Brei, leicht konsumierbar. Musik läuft als Begleitgeräusch im Alltag einfach mit. Dabei geben sich viele Musiker richtig Mühe, weil sie etwas zu sagen haben. Sven Regener hat sich mal dahingehend geäußert, dass er sagte „Wir schreiben nur noch Texte, damit wir was zu singen haben“ – ist zwar lustig, aber diese These teile ich dann doch nicht ganz. Werner Reinke räumt jeden Kompromiss ab, indem er durchaus Mötorhead auf Reinhard Mey folgen lassen kann. Oder er spielt mal drei Stunden nur was von den Eagles. Dazu gibt es Geschichten rund um die Songs. Das musste einfach gewürdigt werden.

Die Markus Hujo Band im Studio

Im db Tonstudio in Hofheim haben wir einen Samstag verbracht um Songs in einer Qualität aufzunehmen, die weitaus besser ist, als unsere Mitschnitte im Proberaum. Gut vorbereitet fanden wir uns am späten Vormittag bei Dirk (Bild unten ganz re.) ein, der uns erst mal mit Kaffee versorgte und verkabelte. Das hat zwar reichlich Zeit in Anspruch genommen aber wenn die Maschine mal läuft, geht’s gut voran.

Wir hatten uns vier Songs vorgenommen und diese auch mehrfach hintereinander eingespielt. Die erste Version war meistens dann die Beste mit der spĂĽrbaren Energie, wie Dirk bemerkte. 

Angetan vom guten Sound wissen wir unsere Musik bei Ihm in guten Händen und warten noch ab bis das Endprodukt fertig gemischt ist und dann gibt’s wieder was „auf die Ohren“. Unter dem MenĂĽpunkt „Musik“ könnt Ihr das Ergebnis hören.

Impressionen vom Auftritt in Mainz

Anbei zwei Fotos von unserem Auftritt. Leider ist Olli nicht auf den Fotos.

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